Winter in Altaussee – die verschneite Trisselwand spiegelt sich im spiegelglatten Altausseer See
Saison · Winter im Ausseerland

Winter & Weihnachten. Wenn Altaussee die Stimme senkt.

Der erste Schnee nimmt dem Tal die Geräusche und gibt ihm dafür ein Licht, das man sonst nirgends bekommt. Weihnachten, Silvester, Semesterferien – oder einfach eine Woche, in der nichts muss.

Das Gästehaus Eltz an einem klaren Wintertag, dahinter der verschneite Loser
Die leise Zeit

Ein Tal, das im Winter zu sich selbst kommt.

Es gibt diesen Moment kurz nach dem ersten großen Schnee: Die Straße ist geräumt, die Wiesen sind unberührt, und über allem liegt eine Stille, die man fast angreifen kann. Dann ist Altaussee ganz bei sich.

Auf 712 Metern fällt der Schnee verlässlich, und weil das Tal eng ist, bleibt er liegen. Der See-Rundweg wird geräumt und gehört im Jänner den Einheimischen, ihren Hunden und ein paar Gästen, die früh genug gebucht haben. Oben am Loser steht die Sonne über dem Nebel, während unten am See der Frost in der Luft hängt.

Und wenn es um vier zu dämmern beginnt, verlagert sich der Tag nach innen: zwei Kamine, eine lange Tafel, ein Flügel von 1930. Der Winter ist die Jahreszeit, in der dieses Haus am meisten Haus ist.

712Meter Seehöhe 7,5km Seerunde, geräumt 34Pistenkilometer am Loser 2Kamine, ein Flügel
Vor der Haustür · Erste Spuren

Der Schnee ist neu. Die Spuren gehören Ihnen.

Es braucht keine Anfahrt, kein Ticket und keinen Plan. Gartentor auf, und der Winter fängt an.

Wer einen Hund hat, kennt diesen Blick: Die Tür geht auf, draußen liegt eine unberührte weiße Fläche – und der Rest ist Freude in Reinkultur. Rund ums Haus beginnen die Wege sofort, entlang der Puchen sind es wenige Minuten hinunter zum See, und der eingezäunte Garten hält auch im Tiefschnee zuverlässig alles beisammen.

Es ist dieselbe Runde wie im Sommer und doch eine ganz andere: Man hört den eigenen Schritt, riecht den Rauch aus den Kaminen und kommt mit roten Wangen zurück, wo schon jemand Wasser aufgesetzt hat.

Erster Schnee rund ums Haus · Altaussee

Weihnachten · Silvester · Rauhnächte

Eine Tafel, zwei Kamine und der längste Abend des Jahres.

Weihnachten ist im Ausseerland keine Veranstaltung, sondern ein Zustand. Es gibt keinen Rummel, keine Lichterketten bis zum Horizont – dafür Kerzen in den Fenstern, Schnee auf den Dächern und Bräuche, die nie aufgehört haben.

Der Adventmarkt in Altaussee bleibt bewusst klein und regional, der Ausseer Advent im Kurpark von Bad Aussee ist vier Wochenenden lang die schönste Art, sich Zeit zu nehmen. Anfang Dezember ziehen Nikolo und Krampus durch die Orte, und von der Thomasnacht am 21. Dezember bis zur Perchtennacht am 5. Jänner liegen die Rauhnächte über dem Tal – jene zwölf Nächte, in denen man im Ausseerland traditionell räuchert, still wird und das alte Jahr hinauslässt.

Im Haus richtet sich alles danach: Die Tafel trägt bis zu vierzehn Personen, Geschirr und Gläser sind dafür da, dass man sie benutzt. Unten wärmt der Kachelofen, oben knackt das offene Kaminfeuer, und am Stutzflügel von 1930 findet sich am Heiligen Abend immer jemand, der „Stille Nacht“ noch halbwegs zusammenbringt. Das Frühstückskörberl steht auch am 25. Dezember vor der Tür.

Festlich gedeckte lange Tafel mit Kerzen im Speisezimmer des Gästehaus Eltz an einem Winterabend
Draußen · Sechs Winter, wie Sie ihn wollen

Vom Spaziergang bis zur Abfahrt — alles in einem Tal.

Altaussee ist kein Skizirkus. Hier liegt alles nah beieinander: die geräumte Seerunde vor der Tür, die Loipe an der Blaa Alm, die Gondel auf den Loser. Man kann jeden Tag etwas anderes machen – oder jeden Tag dasselbe, weil es so schön war.

Spazieren & Winterwandern

Die Königsdisziplin des Ausseerlands braucht keine Ausrüstung: Der Rundweg um den Altausseer See ist 7,5 Kilometer lang, fast eben und wird im Winter geräumt – mit Kinderwagen ebenso zu schaffen wie mit Großeltern. Unterwegs steht ein Bankerl, auf dem man länger sitzen bleibt, als man vorhatte.

  • Seerunde 7,5 km, fast eben, geräumt
  • Einkehr am Weg, ganzjährig geöffnet
  • Hunde an der Leine willkommen
  • Start direkt vom Haus, wenige Minuten zum Ufer

Schneeschuhe & Tourengehen

Wo der geräumte Weg aufhört, fängt der schönste Teil an. Zur Blaa Alm führt eine klassische Winterwanderung, oben öffnet sich das Gelände für Schneeschuh- und Tourengeher. Wer früh aufsteht, hat das Morgenrot über den Gipfeln für sich allein – und den ganzen Tag das Gefühl, etwas geschafft zu haben.

  • Winterwanderung zur Blaa Alm
  • Schneeschuh- und Tourengelände am Loser
  • Rettenbachalm als stilles Ziel
  • Ausrüstungsverleih im Ort und in Bad Aussee

Langlaufen

Altaussee ist eines der vier Langlaufzentren im Ausseerland – und wegen der Höhenlage rund um die Blaa Alm besonders schneesicher. Frisch gespurt am frühen Morgen, Nebel zwischen den Fichten, sonst niemand: Es gibt wenige Arten, einen Wintertag besser zu beginnen.

  • Loipe Blaa Alm · 4,5 km
  • Dorfloipe Altaussee · 1 km
  • Loipe Rettenbachalm · 0,9 km
  • Klassisch und Skating, für Anfänger wie Profis

Gondel & Ski am Loser

Mit der Loser Panoramabahn geht es barrierefrei und ohne Anstellen hinauf – und oben beginnt jenes Panorama, das dem Berg seinen Namen gemacht hat: Dachstein, Sarstein, Trisselwand, dazwischen der See. Das Skigebiet ist familienfreundlich statt riesig, mit über 1.000 Höhenmetern, Freeride-Gelände und einem eigenen Kinderland.

  • 34 bestens präparierte Pistenkilometer
  • Loser Panoramabahn · auch für Fußgänger
  • Freeride-Gelände und Funslopes
  • Ski-Kinderland für die Kleinsten

Rodeln

Neun Kilometer Naturrodelbahn auf der Loser Panoramastraße – die längste Art im Ausseerland, wieder ins Tal zu kommen. Hinauf geht es zu Fuß oder bequem mit der Bahn, hinunter geht es auf eigene Rechnung. Erfahrungsgemäß will danach jeder sofort noch einmal.

  • 9 km Naturrodelbahn, Loser Panoramastraße
  • Auffahrt zu Fuß oder mit der Bergbahn
  • Rodelverleih vor Ort
  • Einkehr auf halber Strecke

Wenn das Wetter nicht mitspielt

Auch dafür ist gesorgt. In den Salzwelten Altaussee herrschen ganzjährig dieselben Temperaturen – hier lagerten im Zweiten Weltkrieg über 6.500 Kunstwerke, darunter der Genter Altar. Im Ort wartet ein Eislaufplatz, im Literaturmuseum die Sommerfrische-Geschichte, und im Jänner und Februar übernimmt der Ausseer Fasching mit Trommelweibern und Flinserln das Kommando – seit 2011 immaterielles UNESCO-Kulturerbe.

  • Salzwelten Altaussee · bei jedem Wetter
  • Eislaufplatz im Ort
  • Literaturmuseum Altaussee
  • Ausseer Fasching · Jänner und Februar

Frisch gespurt am Morgen · Loipe im Ausseerland

Auf der Loipe

Für Anfänger und für Profis.

Die schönste Loipe ist die, auf der man am Morgen der Erste ist. Im Ausseerland ist das keine Frage des Glücks, sondern der Uhrzeit.

Rund um die Blaa Alm liegt der Schnee dank der Höhenlage besonders lang und besonders sicher. Die Spur ist klassisch gesetzt und für Skating mitgewalzt, die Strecken sind kurz genug für erste Versuche und schön genug, um sie dreimal zu fahren. Wer nie auf schmalen Latten stand: Genau hier lernt man es – flach, weich und ohne Publikum.

Und danach? Zurück ins Haus, nasse Sachen in den Trockner, Kaminfeuer an. Es gibt Tage, an denen das der beste Teil ist.

Winter · Vier Blicke

Das Ausseerland unter Schnee.

Waldwege, an denen der Schnee auf den Ästen liegen bleibt. Ein Bankerl am Ufer, das auf niemanden wartet. Morgenrot über den Gipfeln. Und die letzten Kilometer einer Anreise, die man nicht abkürzen möchte.

Verschneiter Waldweg bei Altaussee mit Blick auf die winterliche Trisselwand
Holzbank am winterlichen Altausseer See, dahinter Sonnenstrahlen über den verschneiten Bergen
Zwei Winterwanderer auf einem Schneegrat vor Gipfeln im Morgenrot
Verschneite Straße durch den Winterwald auf dem Weg nach Altaussee bei leichtem Schneefall
Blick von der Balkonterrasse des Gästehaus Eltz in die verschneite Landschaft während des Schneefalls
Drinnen · Der schönste Platz

Manchmal ist das Fenster das beste Programm.

Es gibt Wintertage, an denen man gar nicht hinaus muss. Der Schnee fällt in großen, langsamen Flocken, legt sich auf das Geländer und auf die Äste – und drinnen wird es dafür umso wärmer.

Dann bleibt man in der Zirbe liegen, bis es hell wird, macht Kaffee, setzt sich mit einer Decke ans Fenster und schaut zu. Später vielleicht ein Brettspiel, ein Buch, jemand am Klavier. Die Küche ist so ausgestattet, dass ein Nachmittag am Herd zum Programmpunkt werden darf, und die Waschmaschine mit Trockner nimmt alles auf, was der Tag im Schnee hinterlassen hat.

Und nachts das Beste: Schlaf in Zirbenholzbetten, während draußen die Welt weiß und leise wird.

Vor der Abreise

Die Packliste für den Ausseer Winter.

Handtücher, Bettwäsche und das Frühstück sind unsere Sache. Ihre ist diese hier – erprobt, mit einem Augenzwinkern und trotzdem ernst gemeint.

Für draußen

  • Feste Schuhe mit Profil. Die Seerunde ist geräumt, aber nicht gebügelt.
  • Zwiebellook. Oben am Loser steht die Sonne über dem Nebel – unten am See hängt der Frost. Beides an einem Vormittag.
  • Sonnenbrille und Sonnencreme. Klingt im Dezember absurd, ist es nicht: Schnee spiegelt.
  • Handschuhe. Und zweite Handschuhe. Die ersten sind bei Kindern spätestens um elf nass.
  • Stirnlampe oder Taschenlampe. Um vier beginnt die Dämmerung, um fünf ist sie fertig.
  • Winterreifen. Von 1. November bis 15. April gilt in Österreich die situative Winterausrüstungspflicht.

Für drinnen

  • Dicke Socken. Die unvernünftig dicken. Genau die.
  • Noten. Der Stutzflügel ist von 1930, gut eingespielt und wartet seit dem Sommer.
  • Ein Spiel, das lange dauert. Draußen wird es früh dunkel, drinnen wird es dafür spät.
  • Ein Rezept mit Schmorzeit. Die Küche kann alles, was Ihre daheim kann – und ein bisschen mehr.
  • Das Buch vom letzten Urlaub. Diesmal kommen Sie über Seite 40.
  • Eine Flasche für den Abend. Gläser sind für vierzehn Personen da.

Für die Seele

  • Ihre Herzensmenschen. Der einzige Punkt auf dieser Liste, der wirklich zählt.
  • Chris Rea. Für die letzten verschneiten Kilometer vor Altaussee gibt es nur ein Lied.
  • Einen Tag ohne Vorhaben. Am besten den zweiten. Der erste geht ohnehin für das Staunen drauf.
  • Etwas zum Anschreiben. Gute Vorsätze halten sich in den Rauhnächten erfahrungsgemäß länger.
  • Geduld mit dem Handy. WLAN gibt es im ganzen Haus. Ob Sie es brauchen, ist eine andere Frage.
  • Platz im Kofferraum. Für Saibling, Lebkuchen und das, was man hier eben mitnimmt.

Was Sie nicht einpacken müssen: Bettwäsche, Handtücher, Frühstück, Holz für die beiden Kamine, Napf und Körbchen für den Hund – und schlechte Laune.

Anfrage

Weihnachten ist früher ausgebucht, als man denkt.

Die Tage zwischen Weihnachten und Dreikönig, Silvester, die Semesterferien – oder eine stille Woche im Jänner, wenn das Tal Ihnen fast allein gehört. Senden Sie uns Ihre unverbindliche Anfrage, wir melden uns innerhalb eines Tages.

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